Kandidat:innenprofil
Markus Kothe
Für welche Ämter möchte ich kandidieren?
- Stellvertretung
- Beisitz
Welche Ziele und Themen habe ich?
Ich möchte mich für besonders für folgende Punkte einsetzen:
1. Optimalere Betreuungszeiten für moderne Familien, bei denen beide Elternteile gleichberechtigt ohne Teilzeiteinschränkungen beruflich tätig sind und aufgrund der Wohnortlage zur Arbeitsstätte pendeln müssen. Daher sind Betreuungszeiten bis 17 Uhr vor allem im ländlichen Raum unverzichtbar.
2. Die pädagogische Arbeit in Kindergärten muss optimiert werden. Dazu gehören auch Mitmachangebote, Experimente (z.B. Hochbeete, etc.) und vieles mehr.
3. Die personelle Situation in Kindergärten ist meist katastrophal, weshalb Punkt 2 fast gar nicht mehr ausgeführt werden kann. Der Beruf der ErzieherInnen muss attraktiver werden (Gehalt, Arbeitszeiten, Boni, Ausbildungsvergütung).
4. Viele Kommunen erhöhen intransparent die Kindergartengebühren teils extrem, um Haushaltslöcher zu stopfen. Teilweise werden gleichzeitig Betreuungszeiten verringert. Das stellt Familien vor Probleme, teilweise wird dadurch auf Betreuung verzichtet.
Was möchte ich noch von mir erzählen?
Ich war in meinem vorherigen Wohnort Gemeindevertreter und dort im Jugend- und Sozialausschuß tätig. Dabei habe ich gute Einblicke in die Problematik Kommunalpolitik vs. KiGa-Bedürfnisse erhalten können. In meinem jetzigen ländlichen Wohnort erlebe ich mit zwei Kindern sprichwörtlich die katastrophale Betreuungssituation und Ignoranz der Kommunalpolitik bei diesem wichtigen Thema (fehlende Krippenplätze seit Jahren, Reduktion der Betreuungszeiten, Gruppenschließungen, Extreme Gebührenerhöhung um "Bedarfe zu senken", Personalnot, etc.).
Beruflich arbeite ich als PR-Redakteur und engagiere mich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr, in der ich lange Zeit Jugendwart war. Seit zwei Jahren bin ich Vorsitzender des Elternbeirats der Lossewichtel in Hessisch Lichtenau. Ich bin 46, verheiratet und habe zwei Kinder (5 und 7).
Welche Erfahrungen oder Fähigkeiten bringen Sie mit, die für die Arbeit als Delegierte*r oder LEV-Mitglied hilfreich sind?
Ich bin seit 2000 mit kurzen Unterbrechungen kommunalpolitisch in meinen Wohnorten tätig gewesen, darunter eine Periode als Gemeindevertreter auch Mitglied des Jugend- und Sozialausschusses. Parallel dazu erfolgte natürlich die politische Mitarbeit in meiner Partei, darunter als Delegierter und sogar zweitweise als Unterbezirksvorsitzender der Jugendorganisation. Weiterhin war ich mehrere Jahre als Jugendwart in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv.
Ich bin daher durchaus mit der komplizierten politischen Lage vertraut und weiß, dass oft mehr geht, als man glaubt, wenn man nur den richtigen Druck ausübt. Dies habe ich in meiner Zeit als Elternbeirat noch einmal bestätigt bekommen und wir haben versucht uns zunehmend zur Wehr zu setzen gegenüber Träger und Stadtverwaltung - teils mit Erfolg. Mein Motto ist, wenn ich mit etwas nicht glücklich bin, dann muss ich versuchen es zu verbessern - konstruktiv und im Dialog.
Welche konkreten Schwerpunkte würden Sie in Ihrer Arbeit setzen und was möchten Sie in den kommenden zwei Jahren erreichen?
1. Mehr Wertschätzung für ErzieherInnen (Gehalt, Ausbildungsvergütung, Jobattraktivität)
2. Stärkung der pädagogischen Arbeit im Kiga (Experimente, Mitmachaktionen, Vorschulwissen, etc.), die aufgrund Personalmangel oft liegen bleibt
3. Moderate und faire Elternbeiträge: Es darf nicht sein, dass man seinen Beruf aufgeben bzw. Zeiten reduzieren muss, weil man die Gebühren nicht mehr zahlen kann
4. Moderne Öffnungszeiten, die auch Pendlern insb. im ländlichen Raum eine gute Betreuung ermöglichen (nicht jeder kann Home Office machen)
5. Digitalisierung der Kindergärten: ggf. zentrale Kiga-App des Landes für alle Einrichtungen und Eltern (Anwesenheitsstatus, Essensbestellung, Infos, etc.)
6. Lobbyarbeit Richtung Kommunen: Kinder und ihre Betreuung sind kein kommunaler Ballast, sondern ein Gewinn für die Zukunft des Ortes!
7. Lobbyarbeit Richtung Landesregierung: Lasst die Kommunen nicht im Regen stehen, sondern unterstützt. Viele ländliche Kommunen sind finanziell überfordert.