Kandidat:innenprofil
Inga Brunckhorst-Schmidt
Für welche Ämter möchte ich kandidieren?
- Beisitz
Welche Ziele und Themen habe ich?
Ich setze mich dafür ein, dass Eltern echte Mitsprache in Kitas haben – respektvoll, informiert und auf Augenhöhe mit Leitung und Trägern. Mein Ziel ist eine offene Kommunikation, in der Anliegen nicht abgewiegelt oder in Ecken gedrängt, sondern ernst genommen werden.
Eltern sollen sich ohne Angst für die Bedürfnisse ihrer Kinder einsetzen können – ohne Sorge um den Platz, Druck oder Rücksicht auf Strukturen. Ich möchte dazu beitragen, dass Eltern ermutigt werden, sich einzubringen – und dass Kritik möglich bleibt, ohne bewertet oder ausgegrenzt zu werden. Kritik ist kein Angriff.
Es braucht Raum für individuelle Lösungen – nicht für ein System, das über alle hinweg entscheidet.
Ich möchte die Elternperspektive klar und konstruktiv in Prozesse einbringen und daran mitwirken, dass gute Betreuung nicht nur organisatorisch funktioniert, sondern den Kindern, Eltern und deren Rechten auch wirklich gerecht wird.
Was möchte ich noch von mir erzählen?
Ich bin 38 J. alt, Mutter von zwei Kindern und habe einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Wenn mir etwas wichtig ist, bleibe ich dran – hartnäckig, klar und mit Haltung. Ich setze mich ohne Angst für Kinder und ihre Rechte ein, auch dann, wenn es unbequem wird. Ich glaube an offene Gespräche, Ehrlichkeit und Transparenz – nicht an Klüngelei oder Entscheidungen hinter verschlossenen Türen.
Ich traue mich, mitzureden, meine Meinung zu sagen und hinzuschauen, wenn andere lieber wegsehen. Ich glaube nicht daran, dass „sich raushalten“ ein Zeichen von Neutralität ist – schon gar nicht, wenn es um Kinder geht.
Für mich stehen Kinder im Mittelpunkt. Sie brauchen Erwachsene, die zuhören, schützen und ihnen eine Stimme geben – auch gegenüber Systemen oder Strukturen, die manchmal zu starr oder machtfixiert sind.
Ich bin nicht in allem gut, aber ich bin aufmerksam, ehrlich und bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Welche Erfahrungen oder Fähigkeiten bringen Sie mit, die für die Arbeit als Delegierte*r oder LEV-Mitglied hilfreich sind?
Ich besitze ein hohes Maß an Ausdauer, Resilienz und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Ich bleibe auch in schwierigen Situationen hartnäckig, sachlich und lösungsorientiert. Ich lasse mich nicht von öffentlichem oder persönlichem Druck einschüchtern oder von einem Ziel abbringen. Im Kontakt mit Institutionen, Behörden und anderen Eltern habe ich gelernt, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und dranzubleiben – immer mit dem Ziel, echte Beteiligung und faire Rahmenbedingungen für Familien zu erreichen, mich für Tranzparenz und Ehrlichkeit einzusetzen. Für mich ist Kommunikation enorm wichtig. Seit einem Jahr befinde ich mich in einem zähen Konflikt mit dem Träger unserer Kita. In diesem Konflikt habe ich zahlreiche Stellen miteinander vernetzt und Prozesse in Bewegung gebracht – unter anderem durch Kontakt zu Ministerium, Jugendamt, Träger, Presse und Fachleuten. Ich möchte meine Erfahrung und Haltung gerne aktiv in die LEV-Arbeit einbringen.
Welche konkreten Schwerpunkte würden Sie in Ihrer Arbeit setzen und was möchten Sie in den kommenden zwei Jahren erreichen?
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie herausfordernd es für Eltern sein kann, in Kita-Prozessen gehört zu werden – gerade wenn es um Transparenz, Mitbestimmung und faire Beteiligung geht. Mein Schwerpunkt liegt deshalb auf der Stärkung von Elternrechten, verlässlicher Kommunikation auf Augenhöhe und dem Aufbau funktionierender Beteiligungsstrukturen, auch gegenüber Trägern und Behörden.
In den kommenden zwei Jahren möchte ich mich dafür einsetzen, dass Elternvertretungen besser unterstützt, untereinander vernetzt und gestärkt werden – besonders dann, wenn sie auf Widerstände stoßen. Ich will, dass mehr Eltern über die Arbeit der Kita LEV und deren Arbeit informiert werden.
Es ist mir ein wichtiges Anliegen, Kinder- und Elternperspektiven in politische und konzeptionelle Prozesse einzubringen und so eine Stimme für mehr Partizipation und Gerechtigkeit zu sein.